Lesen für alle
Was ist Lesen für alle
"Die ganze Kunst der Sprache besteht darin verstanden zu werden"
(Konfuzius, n. d.)
Lesen für alle versucht durch unterschiedliche Tools, die Lesemotivation am Lesen zu fördern. Wir haben in unserer Recherche verschiedene Lerntypen, Lernbeeinträchtigungen, Lernvoraussetzungen und Lernmilieus studiert und miteinander verglichen. Die Förderung der Lesemotivation und der Lesefreude ist ein möglicher Türöffner für die Teilhabe an der Literatur. Diese Teilhabe bildet das Fundament zur eigenen Meinungsbildung (Brunett-Chevalley & Dufeu-Liebing, 2023).
Durch die Auseinandersetzung mit verschieden Ansätzen, steigert sich die Motivation beim Lesen.
Durch das zur Verfügung stellen unterschiedlicher Kanäle, wird Kindern, welche noch Schwierigkeiten mit dem Lesen haben, die Hürde des selber Erlesens verkleinert (Kruse 2020). Durch die Möglichkeit ein Buch mit dem Hör-Lese-Verfahren (gleichzeitiges Lesen und Hören eines Buches) zu lesen , der Genuss eines Hörbuches oder ein Buch in Einfacher Sprache ermöglichen auch schwachen Lesern den Zugang zu Literatur.
Grundsätzlich gehen wir davon aus, dass der Zugang zur Literatur nur durch das selbstständige Lesen möglich ist. Diese Denkweise verkennt jedoch, dass Kinder schon vor dem Schuleintritt und bevor sie "Bekanntschaft" mit der Kulturtechnik Lesen" machen, bereits mit Literatur in Kontakt kommen. Dazu gehören Bilderbücher, Abzählreime, Comics, Werbung, Filme, Theater u.v.m. (Maiwald, 2022, S. 8, vgl. auch Maiwald, 2019). Ebenso ist es wichtig, zu erkennen, dass der Zugang zur Literatur nicht zwingend an das Medium "Schrift" gebunden sein muss (ebd.)
Durch die zur Verfügung stehenden Materialien in unserer Handreichung, kann an diese Lebenswelt der Kinder angeknüpft werden (Kurse, 2016).
Quellen:
Bertschi-Kaufmann, A. & Lindauer, T. (2003). „Gut lesen“ - Was heisst das? Rundschreiben - Institut Wissen & Vermittlung - Zentrum LESEN, (4).
Brunett-Chevalley, V. & Dufeu, A.-K. (2022). Literarische Partizipation in der Bildung für alle. Systematische Literaturanalyse zur Entwicklung einer Handreichung für die adaptive Umsetzung von Klassenlektüren. Unveröffentlichte Masterarbeit, Interkantonale Hochschule für Heilpädagogik Zürich/Pädagogische Hochschule St. Gallen.
Kruse, I. (2016). Kinderliterarische Medienverbünde im inklusiven Literaturunterricht der Grundschule – Mediale Darstellungsvielfalt als Chance für gemeinsame literarästhetische Erfahrungen (Beiträge zur Literatur- und Mediendidaktik). In D.A. Frickel & A. Kagelmann (Hrsg.), Der inklusive Blick: die Literaturdidaktik und ein neues Paradigma (S. 171–191). Frankfurt am Main Bern Bruxelles New York Oxford Warszawa Wien: Peter Lang Edition
Kruse, I. (2020). Intermediale Lektüre. Handbuch Kinder- und Jugendliteratur (S. 408–411). Stuttgart: J. B. Metzler’sche Verlagsbuchhandlung & Carl Ernst Poeschel GmbH.
Maiwald, K. (2019). Kompetenzen und Unterrichtsziele im Lese- und Literaturunterricht der Sekundarstufe I (Deutschunterricht in Theorie und Praxis: DTP ; Handbuch zur Didaktik der deutschen Sprache und Literatur in elf Bänden / herausgegeben von Winfried Ulrich Band 11, Lese- und Literaturunterricht / herausgegeben von Michael Kämper-van den Boogaart und Kaspar H. Spinner). In M. Kämper-van den Boogaart & K.H. Spinner (Hrsg.), Kompetenzen und Unterrichtsziele: Methoden und Unterrichtsmaterialien: gegenwärtiger Stand der empirischen Unterrichtsforschung (3., stark überarbeitete Auflage., Band 11, S. 51–90). Baltmannsweiler: Schneider Verlag Hohengehren GmbH.
Maiwald, K. (2022). Literarisches Lernen. Verfügbar unter: https://www.kinderundjugendmedien.de/fachdidaktik/6370-literarisches-lernen
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